Rauchmelder erklärt

- Apr 02, 2024-

Ein Rauchmelder ist ein elektronisches Brandschutzgerät, das automatisch die Anwesenheit von Rauch erkennt, ein wichtiges Anzeichen für einen Brand, und die Bewohner des Gebäudes warnt.
Gewerbliche und industrielle Rauchmelder geben als Teil des zentralen Brandmeldesystems eines Gebäudes ein Signal an eine Brandmeldezentrale. Laut Gesetz müssen alle Arbeitsplätze über ein Rauchmeldesystem verfügen.

 

Bester Kohlenmonoxiddetektor
Decken-Kohlenmonoxidmelder
Decken-Kohlenmonoxidmelder
Bestbewerteter Kohlenmonoxiddetektor

Haushaltsrauchmelder bzw. Rauchmelder geben lokal am Melder selbst einen akustischen und/oder optischen Alarm aus. Dabei kann es sich um batteriebetriebene Einzelgeräte oder mehrere miteinander verbundene, festverdrahtete (netzbetriebene) Geräte mit Batterieunterstützung handeln. Letztere müssen bei allen Neubauten und nach größeren Sanierungen eingebaut werden.

Arten von Rauchmeldern
Es gibt zwei Grundtypen von Passivrauchmeldern: fotoelektrische (optische) und Ionisationsmelder (physikalischer Prozess). Für maximalen Schutz vor schnell brennenden und langsam schwelenden Bränden empfiehlt sich eine Kombination der beiden Alarmarten (Dual-Sensor-Rauchmelder).

Auch kombinierte optische Rauch- und Hitzemelder sowie kombinierte Rauch- und Kohlenmonoxidmelder sind erhältlich.

Ein fotoelektrischer Melder erkennt plötzliche Lichtstreuungen, wenn Rauch in die Melderkammer eindringt, und löst den Alarm aus.

Photoelektrische Rauchmelder reagieren durchschnittlich 15 bis 50 Minuten schneller auf einen Brand im frühen Schwelstadium, bevor er in Flammen aufgeht, als Ionisationsmelder. Sie können in der Nähe von Küchen installiert werden. Es sind einige Modelle mit dualer Optik erhältlich.

Ionisationsrauchmelder reagieren sehr empfindlich auf kleine Rauchpartikel und reagieren in der Regel etwa 30 bis 90 Sekunden schneller auf schnell brennende Brände als fotoelektrische Rauchmelder, nicht jedoch auf Schwelbrände. Sie können zu leicht ausgelöst werden, wenn sie zu nahe an Küchen oder Garagen installiert werden.

Ionisationsmelder befördern eine kleine Menge radioaktiven Materials zwischen zwei elektrisch geladenen Platten, wodurch die Luft ionisiert wird und ein Stromfluss zwischen den Platten entsteht. Wenn Rauch in die Kammer eindringt, wird der Ionenfluss unterbrochen, wodurch der Stromfluss verringert und der Alarm aktiviert wird.

Um zu verhindern, dass der Rauchmelder durch Staub oder Kondenswasser fälschlicherweise deaktiviert wird, muss ein geeigneter Rauchmeldertyp installiert werden. In diesem Fall sollte ein geeigneterer Detektor installiert werden, z. B. ein UV- oder Infrarotsystem, das nicht durch Partikel ausgelöst wird.

Ansaugrauchmelder
Es gibt auch immer mehr Ansaugrauchmelder (ASD) auf dem Markt – fortschrittlichere, hochempfindliche Technologien, die eine frühere Warnerkennung ermöglichen und im Rahmen des aktiven Brandschutzes eingesetzt werden.

ASD-Systeme funktionieren, indem sie durch kleine, flexible Schläuche Luft aus jedem Raum ansaugen. Anschließend wird die Luft in einem kontinuierlichen Prozess analysiert, um das Vorhandensein winziger Rauchpartikel festzustellen. Sie sind nicht auf die Raumluftströmung angewiesen und können daher Rauch erkennen, bevor er überhaupt sichtbar ist.

Absaugsysteme werden häufig in anspruchsvollen Situationen eingesetzt und bevorzugt, z. B. in Bereichen mit hohem Luftstrom, in denen Kondensation vorhanden ist oder in Bereichen wie Kommunikations- und Computerräumen eine sehr frühe Erkennung erforderlich ist.

VESDA-Systeme (Very Early Smoke Detection Apparatur), ein Markenname von Honeywell, sind laserbasierte, fortschrittliche ASDs, die eine Warnung vor einem Brand ausgeben. Sie sind in Bereichen von Vorteil, in denen eine hohe Rauchempfindlichkeit und ein einfacher Zugang erforderlich sind, wie z. B. Computerräume, Kühlräume und Gebäude mit hohen Decken wie Lagerhallen und Kirchen, da die Melder zu Wartungszwecken auf zugänglichen Ebenen angebracht werden können.

Automatisch ausrichtende Rauchmelder mit optischem Strahl
Der neueste Typ intelligenter Rauchmelder ist ein laserunterstützter optischer Infrarot-Rauchmelder, der sich in weniger als einer Minute selbst ausrichtet. Sie werden zum Schutz großer gewerblicher und öffentlicher Räume wie Theater, Einkaufszentren und Sportzentren mit großen Oberlichtern, hohen Decken oder Kondensationsproblemen eingesetzt.

Einige Modelle können mit bis zu vier Detektorköpfen pro System installiert werden.

Übrigens sind manche Rauchmelder gar keine Rauchmelder, sondern Sicherheitsgeräte mit versteckter Kamera.

Hitzemelder
Hitzemelder erkennen einen durch einen Brand verursachten Temperaturanstieg, sind jedoch unempfindlich gegenüber Rauch. Sie eignen sich für den Einsatz in der Küche, Garage oder in staubigen Räumen, sollten jedoch nicht das einzige Mittel zur Branderkennung sein.

Installation und Wartung von Rauchmeldern
Netzbetriebene Alarme müssen von einem qualifizierten Elektriker oder Installationsfachmann installiert werden.

Rauchmelder für Privathaushalte sind viel einfacher zu installieren, da keine Verkabelung erforderlich ist. Sie müssen jedoch ordnungsgemäß installiert, gewartet und regelmäßig überprüft werden.

Rauchmelder haben eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa acht bis zehn Jahren. Melder müssen regelmäßig überprüft werden, idealerweise einmal pro Woche, und die Batterien müssen bei Bedarf, mindestens einmal im Jahr, gewechselt werden. Ein fest verdrahteter Rauchmelder kann 10 Jahre halten.
 

Das könnte dir auch gefallen